European Centre for Past-Life Sciences

Fallstudien

“Rote Zahlen” - Thema Geld

Fallstudie zum Thema Geld: Artikel erschienen in der Zeitschrift Wendezeit - Dezember 2001

Rote Zahlen trotz genügend Verdienst

Obwohl sie genügend verdiente, war die Unternehmerin L.S. chronisch in den „roten Zahlen“. Alle Initiativen, die sie um ihre finanzielle Lage zu verbessern ergriff, waren erfolgreich, brachten ihr aber keinen finanziellen Vorteil ein. So entschied sie sich den Ursachen dieses sich ständig wiederholende Muster in ihrer Vergangenheit nachzugehen. Die gutaussehende, anziehende Frau zeigte ein auffälliges Verhalten. Fortlaufend zog sie ihre Augenbrauen hoch und runzelte dabei die Stirn. Heute, finanziell erfolgreich und vom Zwang ihre Augenbrauen hochzuziehen vollkommen befreit, berichtet sie über ihre Erfahrungen in der Vergangenheit.

Erste Rückführung: (Original-Erzählung der Probantin)

Ueber den Atlantik "Ich bin ein kleiner Junge von ca. 5 Jahren. Ich befinde mich auf einem Schiff, welches in ein fremdes Land fährt. Die Reise ist weit. Mein Vater ist Befehlshaber (aber nicht der Kapitän). Meine Mutter ist auch auf dem Schiff. Es geht ihr schlecht, sie wird immer schwächer. Eines Tages kann sie nicht mehr aufstehen. Sie stirbt während der Ueberfahrt an einer Krankheit, die im Zusammenhang mit dem Essen steht. So bleibe ich mit meinem Vater allein zurück.

In der Neuen Welt
Wir kommen an Land an einem Ort wo es viele Bäume gibt. Am Hafen stehen lauter aus Holz gebaute Häuser. Der König von England hat meinem Vater die Aufgabe übertragen Verbindungsstrassen durch die Wälder zu schlagen. Mein Vater ist der Oberhaupt dieser, vorwiegend aus Männern bestehende Siedlung. Vorerst geht alles gut. Als ich grösser werde, darf ich meinen Vater oft begleiten. Es gibt in den Wäldern auch Menschen, die anders sind als wir und die immer schon dort gelebt haben. Im Laufe der Zeit entsteht in der Festung eine eigenartige, ungute Stimmung. Ich empfinde, dass viele der königstreuen Männern nicht mehr hinter meinem Vater stehen. Diese Männer kommen aus armen Verhältnissen und sind primitiv. Es sieht so aus, als ob sich mein Vater weigert, die einheimische Bevölkerung unter Druck zu setzen oder sie zu bekämpfen. Wir sind mit ihnen befreundet. Mein Vater ist eine Beziehung mit einer jungen, einheimischen Frau eingegangen. Mittlerweile bin ich etwa zwanzig Jahre alt geworden.

Königsverräter
Nun ist es uns, meinem Vater und mir nicht mehr möglich zum englischen Stützpunkt zurückzukehren. Als mein Vater einige Jahre später stirbt (er wird ermordet), heirate ich seine Gefährtin, die nur ein paar Jahre älter als ich ist. Wir werden zusammen drei Kinder haben. Ich bin jetzt etwa Mitte vierzig. Ich bin Händler geworden und wickle Geschäfte mit anderen Europäern ab, Franzosen. Ich habe mich mit ihnen verbunden, da die Lage zwischen England und den Einheimischen unhaltbar geworden ist. Ich handle mit Fellen, Leder und ähnliches und bin sehr bekannt und angesehen in beiden Lagern. Dank diesem Handel sind wir auch sehr wohlhabend geworden.

Vor dem Exekutionspeloton

Ich führe Verhandlungen bezüglich des Zusammenlebens zwischen dem Volk meiner Frau und den Franzosen. Ein paar Jahr lang läuft alles gut. Eines Tages, als ich mich bei den Franzosen befinde, kommen englische Soldaten, die mich gefangen nehmen. Für sie bin ich ein Königsverräter. Es wird mir klar, dass ich verraten wurde. Auf dem Weg zum englischen Stützpunkt machen wir einen Umweg durch die Wälder. Dort muss ich sehen, dass meine Frau, meine Kinder und alle Stammesangehörige umgebracht worden sind. Sie waren nicht begraben worden. Wir gelangen zum Stützpunkt. Dort werde ich in einen Raum eingesperrt. Ich werde zum Tode verurteilt. Am nächsten Tag werde ich auf einen Platz geführt und stehe vor einem Exekutionspeloton, das im Halbkreis um mich steht. Ich werde erschossen."

Treue zu sich selbst
L.S. Bemerkungen: „Die Frage nach dem Geld bleibt ohne Antwort. In dieser Existenz war mir das wichtigste den Gedanken und Prinzipien meines Vaters zu folgen und immer und unter allen Umständen ehrenvoll zu handeln. Deshalb konnte ich auch nicht den Befehlen des englischen Königs gehorchen. Als ich sterbe begreife ich, dass ich letztenendes aus Neid wegen meines Erfolges umgebracht worden bin. Der Zusammenhang zwischen Ehre und Handelserfolg bleibt unklar.“

Zweite Rückführung: (Original-Erzählung der Probantin)

Gefangene im KZ-Labor
"Mein Arm schmerzt. Es ist eine Spritze. Ich empfinde einen Energiestau an verschiedenen Stellen des Körpers: Fussknöchel, Hüfte, Brust, Armgelenke, Stirn. Es ist das Gefühl von breiten, metallenen Fesseln, die mich fest und unbeweglich auf einer Liege halten. (BB: Hier verlässt L.S. den Körper um sich das Geschehen von aussen anzuschauen): Nun sehe ich mich in einem hellerleuchteten Raum auf einem Tisch gefesselt. Das Licht ist sehr hell und kalt. Weisse Kacheln und roher Boden. Vier „Wissenschafter“ experimentieren mit ätzenenden Flüssigkeiten auf der Haut und dem Bindegewebe. Die Haut wird stellenweise in Streifen abgezogen....

Sorgenfreie Kindheit
Ich finde mich als Kind in einer Wohnung wieder. Ich bin ein Mädchen und heisse Anna. Ich habe eine schöne Kindheit. Wir wohnen in einer Wohnung, die gut eingerichtet ist. Es geht uns gut. Ich habe zwei Geschwister und meine Mutter ist sehr lieb. Mein Vater, der Tuchhändler ist, ist sehr oft geschäftlich abwesend. Die Wohnung ist nicht allzu hell, wir haben aber sehr schöne Glaslampen. Ich werde älter und gehe in eine Art Mädchenschule, die allerdings etwas langweilig ist.

Das Unheil naht
Seit einiger Zeit spüre ich daheim eine gewisse Unruhe, die nichts gutes ahnen lässt. Eines Tages heisst es, dass wir unsere Wohnung verlassen und wir uns trennen müssen. Ich gehe mit einem jungen Mann in ein Haus, das etwas ausserhalb der Stadt liegt – es ist das Haus seiner Grossmutter. Der Mann ist ein guter Freund. Eigentlich weiss ich nicht genau was ich für Gefühle haben soll. Ich glaube ich verdränge sie vollständig. Dann kommt der Augenblick in dem die Tür des Hauses aufgerissen wird und ich von uniformierten Männern abgeführt werde. Ich bin etwa 18 Jahre alt. Es ist Nacht. Ich bin wie betäubt. Ich werde in einen Kastenwagen gestossen, in dem bereits andere Leute sitzen. Viel kann ich nicht erkennen. Nach einer Weile hält der Wagen an und wir befinden uns auf einem Platz zwischen Häusern. Hier stehen mehrere Lastwagen, wir werden in verschiedene Gruppen aufgeteilt und auf die Ladefläche eines der Lastwagen gestossen. Es ist sehr eng. Ich höre das Wimmern einiger Frauen. Ich bin immer noch wie betäubt. Ich kann weder denken noch fühlen. Diese Fahrt wird wesentlich länger als die erste.

Qualvolle Jahre
Endlich halten die Lastwagen, wir werden herunterkommandiert. Wir befinden uns auf einem riesigen Platz. Die Häuser um uns herum sind niedrig, aber es sind viele. Wieder werden wir aufgeteilt. Ich werde einer Gruppe von 5 Frauen zugeteilt. Wir kommen in einen Raum, wo wir am Boden sitzen und liegen müssen. Wir bekommen Essen von dem uns schlecht wird. Wir werden beobachtet. Wahrscheinlich bekommen wir auch Medikamente. Mein Bewusstsein ist nicht klar. Die Einschätzung der Zeit fällt mir schwer. In der Folge …."

Gnadenvolles Herzversagen

L.S. verbrachte als das jüdische Mädchen Anna rund fünf Jahre in einem Medizinisches-Labor der Nazis. An ihr wurden Medikamente getestet, Hauttransplantationen und verschiedene Arten von Inplantationen durchgeführt. Sie starb unbewusst etwa im Alter von 23 Jahren auf dem Operationstisch an Herzversagen nachdem sie lange im Komma gelegen war. Als "Erinnerung" blieb aus dieser Existenz der Zwang sich von der Metallfessel um ihren Kopf befreien zu wollen, übrig.

Falsche Schlussfolgerung
In der 1. Existenz, offensichtlich Kanada, folgt L.S. den Schritten ihres damaligen Vaters und bricht die Königstreue. Als „Verräter“ kommt er später zu Geld und dieses Geldes wegen wird er verraten und hingerichtet. Der unklare Zusammenhang zwischen Ehre und Handelserfolg entspricht einer, wegen des Traumas der Hinrichtung, zu naheliegende Schlussfolgerung: Ohne Ungehorsam an den König: kein Erfolg. Ohne Erfolg: kein Geld. Ohne Geld: keine Hinrichtung.

Selbstverantwortung
Vater und Sohn haben in dieser Existenz die Verantwortung für die eigenen Taten übernommen und sich geweigert den Befehlen „von oben“ zu gehorchen. Sie konnten sie mit dem eigenen Gewissen nicht vereinbaren Der Sohn zweifelt an der Richtigkeit seines Verhaltens und geht in den körperlichen Tod mit der Überzeugung falsch gehandelt zu haben. Da er die wahren Werte missversteht, stellt sich somit selbst die Aufgabe eine neue traumatische Lernaufgabe mit dieser Thematik zu bewältigen.

Zweiter „Anlauf“
Zu der 2. Existenz als Anna, das Mädchen im KZ-Labor, kommt L.S. um den Gegenaspekt der Selbstverantwortung zu erfahren. Warum das Szenarium dieses neuen Lernprozesses so hart ausfallen sollte, steht wohl im Zusammenhang mit einem anderen evolutionsbedingten Vorgang. L.S. soll nun erkennen, dass das frühere Verhalten in Kanada, trotz Geld, Verurteilung und Hinrichtung, richtig und gerecht war.

Blind Befehle gehorchen
Die Wesenheit (jetzt Anna) hat nun aus der früheren, nicht abgeschlossenen Existenz in Kanada, die Überzeugung mitgebracht es sei falsch die Verantwortung über die eigenen Taten zu übernehmen. Hatte ihr damals das Leben gekostet. Anna erlebt nun im KZ-Labor, am eigenen Körper und auf sehr pietätloser Weise wie grauenhaft es ist, wenn Menschen NICHT die Verantwortung für die eigenen Taten übernehmen! Sie ist in den Händen von Menschen geraten, die das tun was man ihnen befohlen hat, ohne sich Gedanken zu machen ob es richtig oder falsch ist. Sie weisen jede Verantwortung von sich ab indem sie sich hinter einem Befehl „verschanzen“.

Geld kostet das Leben
Vordergründig ging es um Geld. Das Unterbewusstsein hatte, auf Grund zweier nicht bewusst abgeschlossene Existenzen, die simple Schlussfolgerung gezogen: Geld verdienen und besitzen kann das Leben kosten. Ohne Geld kein Risiko. In diesem Fall war das Geld im Kreuzfeuer einer tieferen Erkenntnis geraten.

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