European Centre for Past-Life Sciences

Forschung

Hunde-Panik und das Todeserlebnis

Artikel erschienen in der Zeitschrift „Wendezeit" - Oktober 2001

/images/uploads/hund2.jpgEin Reinkarnationstherapeut ist für die Welt ein Detektiv des Geistes. Er spürt jeden Aspekt des menschlichen Verhaltens nach, immer auf der Suche nach den Ursachen und endgültigem Verständnis der sich daraus ergebenden Wirkungen. Wer sind wir? Was ist unsere Vorgeschichte? Was lässt uns lieben, hassen oder fürchten? Die Beobachtungen werden aufgezeichnet und die Einsichten sorgfältig abgewägt. In Rahmen dieser Erforschungen konnte ich jahrelang beobachten, dass Konflikte und unerwünschte Verhaltensweisen aus einer früheren Existenz sich erst nach der bewusst nachempfundenen Todessituation aus jener Existenz endgültig auflösen, d.h. es geschieht erst bei der Feststellung: „Ich sterbe".

Begegnung mit Marianne

Der Fall Marianne (Name geändert) erbrachte einen der sicheren Beweise für dieses Mechanismus, da Marianne bereits ein paar Jahre davor mit dem Thema Hunde-Panik in die Vergangenheit zurückgeführt worden war. Die Umstände der Situationen, die ihre panische Angst vor Hunde verursacht hatten, wurden damals gründlich verarbeitet. Dem Todeserlebnis schenkte man dagegen keine spezielle Beachtung. Beide Rückführung hatten eine grosse Besserung gebracht. Die tiefe Panik war aber noch lattent da, nur konnte sie nachträglich etwas besser damit umgehen. Als ich Marianne im Foyer des Hotels zum ersten Mal traf, wusste ich nichts von dieser Vorgeschichte. Ich traf nur eine junge Frau, die beim Anblick meines Mischlings erschrak und beide Arme hektisch und panikartig über den Kopf schlug. Ich erfuhr, dass sie an unserem Seminar teilnehmen wollte und so kam es, dass sie im Laufe des Tages wieder mit dem Thema Hundeangst in die Vergangenheit rückgeführt wurde.

Von Wölfen gerissen Marianne fand sich schnell in einer der zwei bereits vorher erlebten Existenzen wieder und erzählte fast emotionslos die Ereignisse: Frankreich, ca. im Jahre 1538. Junge Frau von 20 Jahren. Landherrenhaus. „Es ist Krieg. Soldaten kommen und machen alles kaputt. Vater versucht uns zu beschützen, mit einem Schwert! Sie töten ihn... ich renne weg. Die Soldaten sehen mich nicht... ich renne in einen Wald." Später. „Es ist dunkel... ich kenne den Platz nicht. Ich höre Geräusche... Augen, glänzend böse Augen in der Dunkelheit. Es sind drei böse Tiere, sie kommen langsam und geduckt auf mich zu. Ich sehe die Zähne und die Haare auf dem Rücken. Die Haare am Nacken sind alle aufgestellt. Sie kommen nicht gerade auf mich zu, sie gehen im Kreis... versuchen mich einzukreisen..." Obwohl sich Marianne, aus naheliegenden Gründen, nie mit dem Verhalten der Wölfe auseinandergesetzt hatte, beschrieb sie höchst präzis die Angriffsstrategie dieser Tiere. Die junge Frau wurde von den Wölfen gerissen. Die dabei erlebten entsetzlichen Schmerzen und Todesängste hinderten sie daran die Geschehnisse zu begreifen. Ihre Gefühle erstarrten und blieben bis zum gegenwärtigem Augenblick völlig blockiert.

Hungriger Indianerjunge

Bei der zweiten, bereits durchlebten Existenz, wehrte sich Marianne. Sie glaubte der Konflikt jener Existenz sei bereits gelöst. Es war die kurze Lebensgeschichte eines 10-jährigen Indianerjungen der sich verbotenerweise immer wieder in die Siedlung der Weissen hineinschlich. „Ich darf nicht alleine hin. Es ist gefährlich weil die Leute uns nicht mögen, aber ich weiss wohin ich gehe... ich habe Hunger. Da hat es einen Laden mit vielen Säcken. Ich nehme mir einen Apfel, verstecke es in meiner Kleidung und laufe langsam weiter. Ich habe es schon mehrmals gemacht, sie haben soviel und ich habe nichts. Plötzlich schreit jemand! Ich verstehe nicht was sie sagen, ich renne weg und dann höre ich einen Hund hinter mir... er knurrt. Er springt mich von hinten an und ich halte meinen Arm so hin, damit das Gesicht von Hund nicht so nahe kommt... ich falle hin, der Hund reisst an meinem Arm... mein Knochen ist kaputt... Die Leute stehen drum herum und finden das gut... sie feuern den Hund an noch mehr zu beissen. Der Hund lässt nicht los... er beisst, schüttelt seinen Kopf und das tut weh... Der Hund will nicht loslassen, ein Mann muss ihn losreissen. Ich stehe auf, gehe aus diesem Kreis weg... einfach weg, es ist sehr anstrengend, es ist sehr heiss... mein Arm tut so weh und ich habe Hunger... Ich komme an einem Wasser, knie hin und halte meinen Arm ins Wasser... es ist kalt, es tut nicht mehr weh... das ganze Blut geht ins Wasser..." Der kleine Indianerjunge fällt in Ohnmacht. Er verblutet. Er glaubt zu schlafen und erkennt nicht was mit ihm geschehen ist. Irgendwann verlässt sein Geist den toten kleinen Körper, der indessen ins Wasser gerollt war und schwebt unbewusst einer neuen Existenz entgegen.

Zweifel

Da beide Existenzen bereits einmal, ohne den erwünschten Erfolg zu erreichen, analysiert worden waren, galt es sicherzustellen ob die Ursache der panischen Angst immernoch in den Geschehnissen dieser zwei Existenzen zu finden war, da beim ersten Mal die Todeserlebnisse nicht verarbeitet worden waren. Nach der Bitte um Führung an das Höheren Selbst, fand sich Marianne als ein, mit einem Speer bewaffneten Jäger wieder.

Mundgeruch eines Bärs

„Es ist lang, sehr lang her... ich bin im Wald und will den Bären töten bevor er sich in seine Höhle verkriecht." Der Jäger erzählt von seinem kleinen Stamm, von seinen Erfolgen als Jäger und wie seine Tierfellkleidung mit Lederriemen am Körper festgebunden ist. Es ist Herbst: „Wir haben noch nicht genug für den Winter. Ich will noch den Bären töten, ich habe es schon mehrmals versucht, aber er ist mir immer entwischt. Ich habe seine Spur gefunden und bin schon Tage hinter ihm her... aber plötzlich ist er hinter mir und greift mich an... mit den Tatzen reisst er mir die ganze Haut auf... und die Muskeln... ich kann das Speer nicht mehr halten... ich versuche meinen Messer hervorzuholen, aber der Bär hält mich fest... hält mich fest umarmt... ich drehe mich..." Hier beginnt Marianne den Kopf hin und her zu werfen und verzerrt voller Ekel das Gesicht: „Er stinkt! Wääh! Er stinkt grauenhaft... oh Gott! wie er stinkt! Er beisst mir jetzt an den Schultern und das Blut fliesst raus... Das Blut kommt hier raus... sehr schnell". Marianne fasst sich dabei an die Halsschlagader. „Ich habe gar keine Schmerzen... werde schwächer, nur dieser Geruch nervt mich... ich denke, dass es gut ist so zu sterben... ich schaue einfach den Bären an... dann ist plötzlich alles weg... alles fertig... Ja ich weiss, ich bin gestorben... verblutet... ich habe es schon gewusst als es passierte und das war gut so..." Wen auch das Todeserlebnis dieser Existenz gewaltsam gewesen war, hatte der Jäger alles bewusst erlebt. So kam es, dass das Einzige was für Marianne aus dieser Existenz noch zu verarbeiten übrig geblieben war, der eklige Gestank aus dem Rachen des Bären war. Es dauerte einige Minuten bis es ganz verschwunden war.

Der kleine Eskimo und sein Husky

/images/uploads/hund.jpgNach diesen negativen Erfahrungen schlug ich Marianne vor sich in eine frühere Existenz zurückgleiten zu lassen, in der sie die Freundschaft eines Hundes erlebt hatte. Augenblicklich fing Marianne an, sich das Gesicht abzuwischen und Gebärden mit den Händen zu machen als wollte sie irgendetwas abwehren. „Er schleckt mich ab und ich mache die Augen zu... er schleckt mein Gesicht und meine Hände ab... er ist mein Hund, er hat spitzige Ohren und blau-grünliche Augen. In der Mitte sind sie schwarz, glänzend und hell... hier ist es sehr, sehr kalt... viel Schnee... ich bin in sehr warmen Fellen verpackt... Wir wohnen so in Blöcke... aus Schnee und Eis und wir haben viele Hunde... sehr viele Hunde... sie gehören zu uns. Wir und die Hunde leben da zusammen."

Am Morgen danach bat ich Marianne meinen mitgebrachten Mischling, der sie am Tag zuvor derart erschrocken hatte, zu streicheln. Sie tat es, zuerst skeptisch und dann voller Freude und Staunen. Ich bat Marianne sie dabei fotografieren zu dürfen und sie stimmte zu. Freundlicherweise gab sie mir auch die Erlaubnis zur Veröffentlichung des Bildes, das Sie, liebe Leser, hier sehen können. In Ihrem und meinem Namen, möchte ich Marianne dafür danken!

 

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