European Centre for Past-Life Sciences

Publikationen

Erste Erkenntnisse zum Thema Thanatologie

Artikel erschienen in der Ausgabe Nr. 1 / 1999 des MAGAZINS der Schweizerischen Gesellschaft für Regressions- und Reinkarnationsforschung SGRRF

Wichtigkeit des bewussten Todeserlebnisses

Zwingli war noch nicht geboren Ende des 15. Jahrhunderts, lebte irgendwo im Schwarzwald ein junger Dorfpfarrer, der stillschweigend seine Haushälterin von allem Herzen liebte. In seiner Absicht die Gelübde nicht zu brechen, suchte er seinen Bischof auf, beichtete seine tiefe, unerfüllte Liebe und bat dem Bischof um seinen Segen und der Erlaubnis seine Haushälterin heiraten zu dürfen. „So würde alles in Ordnung sein." Der Bischof zeigte aber keinerlei Verständnis und auferlegte dem gutgläubigem Pfarrer für seine Dreistigkeit und all die gedanklichen Sünden und Verstöße gegen sein Gelübde die drakonische Strafe von zwanzig Peitschenhiebe. Mit nacktem Oberkörper, mitten auf dem Dorfplatz festgebunden, wurde er ausgepeitscht. Er war verzweifelt, hatte Angst und schämte sich in Grund und Boden vor den Mitgliedern seiner Gemeinde, die gezwungen worden waren der Strafe beizuwohnen. Sie standen alle reglos und völlig aufgewühlt da.

Das Trauma entsteht

Das Gefühl der Demütigung war für den Pfarrer unerträglich. Auf dem Platz herrschte absolute Stille, nur die Hiebe der Peitsche und das Zählen des vom Bischof nur zu diesem Zweck hergeschickten Kirchenknechtes waren zu hören. Der Pfarrer gab kein Laut von sich und ließ die Strafe stoïsch über sich ergehen. Er schaute gerade verstohlen zu der verzweifelnden jungen Frau um ihr Mut zu machen, als die Peitsche sich heimtückisch um seinen Kopf schlang und der Knoten am Ende ihn präzis auf der Schläfe traf. Er war auf der Stelle tot. Gestorben in einem Wirbelsturm von schmerzlichen Gefühlen, ohne zu begreifen was geschehen war und mit dem Antlitz der geliebten Frau noch in den Augen. Die Zeit blieb für ihm in diesem Augenblick stehen.

Der heute wiedergeborene Pfarrer hatte das Glück in seiner Partnerin, wieder die große Liebe von damals zu finden. Das Paar wünschte sich ein Kind und sie wollten, nach einer längeren Partnerschaft heiraten damit «alles seine Ordnung hätte». Mit dem «Heiraten-Wollen» tauchten dann auch die Probleme auf. Der Freund verfiel unbegreiflicherweise in Schweißausbrüchen, Atemnot und starke Panikanfälle sobald seine Partnerin das Wort «Heiraten» nur erwähnte. Unbewusst erinnerte er sich noch an den Preis, der er wegen dem Wunsch sie heiraten zu wollen, hatte zahlen müssen. Unerklärlicherweise fühlte er sich in großer Gefahr. Als es schlimmer wurde, entschieden sie sich für eine Reise in die Vergangenheit, auf der Suche nach der Ursache.

Der seekranke Saügling

Der jungen Frau wurde es nur beim Schwimmen im Meer schlecht. Die Symptome entsprachen die der Seekrankheit, obwohl sie beim Tauchen im Meer, schwimmen in Süßwasser oder wenn sie sich auf einem schaukelnden Schiff befand, völlig ausblieben. Während der Geburts-Regression fand sie sich als Säugling herzzerreißend weinend in den Armen der Mutter wieder. Tröstend wiegte die Mutter das Baby um es zu beruhigen. Desto länger die Mutter es wiegte, desto schlechter wurde es dem armen Wurm und desto lauter und verzweifelter schreite es...

Auf der Suche nach der Ursache fand sie sich während eines Schiffuntergangs wieder (es war aber nicht die Titanic, sondern ein Linienschiff das anfangs des Jahrhunderts entlang der kalifornischen Küste unterwegs war). Als sie auf Deck flüchten wollte brach die Eisentreppe unter und über ihr zusammen und sie blieb eingeklemmt. Panische Angst überfiel sie. Das Schiff sank und nahm sie mit in die Tiefe. Durch die Neigung des Schiffes blieb in der Ecke wo sie eingeklemmt war eine Luftblase zurück. Das Wasser reichte ihr bis zum Kinn und sie konnte noch kurze Zeit atmen. Panische Todesängste und Verzweiflung ließen sie in Ohnmacht fallen. Als das Wasser sich über ihren Kopf schloss, ertrank sie ohne zu wissen was geschah.

Desorientierung im körperlosen Zustand

Beide Fälle weisen eine wichtige Parallele auf: Der Tod trat unbewusst ein. Wenn sich dieser Fall ergibt, begreift der Betroffene nicht was geschehen ist. Die im Augenblick des Sterbens stark empfundene Emotionen bleiben blockiert und überdecken das Todesereignis. Die der Sterbesituation entsprechenden Ängste, Phobien und Verhaltensmuster bleiben oft über einige Existenzen hinweg erhalten, bis entweder das natürliche seelische Mechanismus - dank manchmal vermehrte Wiederholungen von ähnlichen Situationen - sie auflöst, oder, wie oft in unserer modernen, allzu saturierten Zeit, der Betroffene den Weg zu einem Reinkarnationstherapeuten findet.

Kurz nach der Rückführung heiratete unser ehemaliger Dorfpfarrer seine Seelenpartnerin. Indessen hat auch längst ein kleiner Stammhalter seinen Weg zu ihnen gefunden.

Unsere junge Dame kann nun furchtlos mit Meereswasser bis zum Kinn schwimmen. Diese panikerfüllte Situation war das letzte was sie bewusst während des Schiffsuntergangs erlebte. Salzwasser auf der Höhe des Kinns regte eine unbewusste Gedankenbrücke und diese wiederum ein Gefühl von höchstem Unheil an. Die Seekrankheit war das Signal des Unterbewusstseins, für das Vorhandensein eines ungelösten Traumas.

Statistisch gesehen, können wir heute mit an Sicherheit angrenzender Wahrscheinlichkeit sagen, dass Seekrankheit in all ihren Variationen auf ein Ertrinken bei einem Schiffuntergang in einer früheren Existenz hindeutet.

In diesem spezifischen Fall bleibt heute noch ungewiss, ob es sich bei der Übelkeit und der masslosen Verzweiflung bei der Schaukelbewegung als Säugling in den Armen der Mutter, um das natürliche unbewusste Mechanismus handelt, die blockierten Todesängste beim Schiffuntergang zu befreien und somit das Trauma auf den von der Schöpfung vorgesehenen Weg zu lösen.

Ähnlich entsprechende Situationen, die sich als Auflösungsmöglichkeit für bestehende Probleme bieten, sind in zahlreichen anderen Fällen zu beobachten.

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